Arten von Kreditkarten

Debitkarten

Debitkarten sind in Deutschland eine weit verbreitete Form der Kreditkarte. Dazu gehören beispielsweise die EC-Karten von Master Card. Nach Bezahlung mit einer solchen Karte wird das Konto des Inhabers direkt belastet, es wird also kein kurzfristiger Kredit im eigentlichen Sinne vergeben.

Chargekarten

Auch Chargekarten sind hierzulande weit verbreitet. Der Kunde erhält monatlich eine Rechnung, die innerhalb von 30 Tagen beglichen werden kann. Somit handelt es sich bei dieser Art der Bezahlung um einen kurzfristigen Kredit, den die Bank zwischen der Transaktion und der Zahlung der Rechnung zinsfrei vergibt. Üblich ist es auch, dass die Kreditkarte, zugehörig zu einem Girokonto, einmal im Monat über das selbige Konto abgerechnet wird. So werden zu einem bestimmten Stichtag, beispielhaft der 25. eines jeden Monats, alle über die Kreditkarte erfolgten Transaktion in einer Summe dem Girokonto belastet.

Daily Chargekarten

Dies ist eine Kombination aus Debitkarte und Chargekarte. Das Konto wird wie bei einer Debitkarte direkt nach der Zahlung belastet, darüber hinaus kann der Kunde allerdings einen zusätzlichen Kreditrahmen nutzen. Wird davon Gebrauch gemacht, bucht die Bank den überfälligen Betrag einmal im Monat vom Konto des Kunden ab. Bei einer klassischen Daily-Charge Kreditkarte wird zum Zeitpunkt der Transaktion zwar keine Guthabenüberprüfung durchgeführt, das Konto sollte jedoch unmittelbar nach der Zahlung für die Abbuchung gedeckt sein um einen negativen Kontostand zu vermeiden. Neben einigen Banken die grundsätzlich nur solche Daily-Charge Kreditkarten in Verbindung mit einem Girokonto ausgeben, wird das Verfahren auch oft für jungen Kunden verwendet, um eine Verschuldung durch zu Hohe Kreditkartenabrechnungen am Ende des Monats zu vermeiden.

Sonstige Karten

Es existieren noch weitere Formen wie zum Beispiel Prepaidkarten und virtuelle Kreditkarten. Diese sind allerdings wenig verbreitet und bieten im Gegensatz zu Debit- und Chargekarten nur einen eingeschränkten Nutzungsbereich. Eine Prepaid Kreditkarte wird in der Regel für alle ausgegeben, weil eine Bonitäts-Auskunft nicht notwendig ist. Der Karteninhaber kann eine Transaktion nur durchführen, wenn auf dem Kreditkartenkonto ausreichendes Guthaben vorhanden ist. Für verschuldete bzw. einkommenslose Bürger bieten Prepaid-Karten die Möglichkeit am modernen Zahlungsverkehr teilzunehmen ohne eine „klassische“ Kreditkarte zu besitzen. Zu erkennen sind Prepaid-Karten an der fehlenden Hochprägung, das heißt Kreditkartennummer und Karteninhaber sind nicht in die Karte eingeprägt sondern lediglich aufgedruckt. Die Hochprägung stammt aus einer Zeit, in der Kreditkartenzahlungen noch an Offline-Terminals durchgeführt worden sind. Bei der Zahlung wurde die Kreditkarte in ein so genanntes „Ritsch-Ratsch Gerät“ eingeführt, mit Hilfe dessen auf einem Durchdruckpapier die Kreditkartendaten für die spätere Abrechnung erfasst worden sind. Heutzutage werden fast nur noch Online-Terminals genutzt, wodurch die Hochprägung nur noch beschränkt einen Zweck erfüllt. Online-Terminals können die Funktion und das Limit einer Kreditkarte sofort überprüfen. Eine virtuelle Kreditkarte besteht lediglich aus einer Kartennummer und einem Sicherheitscode und ermöglicht den Einkauf im Internet bei verschiedenen Anbietern. Eine Plastikkarte wird in diesem Fall nicht ausgegeben, daher sind Zahlungen in Geschäften oder Restaurants auch nicht möglich.

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