Sicherheit / Ausblick
Sicherheit
Kreditkartenbetrug stellt ein großes Problem dar, daher sollte der Kunde wissen, wie er sich wirksam schützen kann. Generell sollten Kreditkarten unzugänglich aufbewahrt und die PIN geheim gehalten werden, da ansonsten das ausgebende Institut nicht für Schäden haften muss. Man spricht hier von Fahrlässigkeit im Umgang mit Karte und PIN.
Bei Verlust der Karte sollte diese umgehend gesperrt werden um missbräuchliche Verwendung zu verhindern. Unter der Telefonnummer 116116 können alle Arten von Kreditkarten sofort gesperrt werden. Bei entstandenen Schäden haftet das Kreditinstitut, wenn der Verlust der Karte angezeigt wurde. Auch in sonstigen Fällen zeigen sich die Banken allerdings häufig kulant, um ihre Kunden nicht zu verärgern. Für entstandenen Kreditkartenmissbrauch gibt es weltweit Fonds, aus denen Schäden bezahlt werden. Die ausgebenden Institute zahlen Gebühren, um diese Mittel zur Verfügung zu stellen. Es gibt jedoch einen elementaren Unterschied zwischen Kreditkartenmissbräuchen durch bekannte Täter bzw. unbekannte Täter. Im Falle einer Kartennutzung durch einen unbekannten Täter (Karte wurde gestohlen oder Daten im Internet ausgelesen) wird der Schaden sehr schnell durch oben genannte Fonds behoben. Ist der Täter jedoch namentlich bekannt muss eine Klage eingereicht werden und der Schaden über ein zivilrechtliches Verfahren zum Ausgleich gebracht werden. Informieren Sie sich bei Ihrer kartenausgebenden Stelle über den Usus bei einem Kartenmissbrauch. Im Fall der Fälle können Sie dann sofort handeln.
Ausblick
Der Hauptvorteil der Kreditkartenzahlung dürfte zweifelsohne darin liegen, dass Zahlungen schneller und effizienter abgewickelt werden können. Bei umfangreicher Nutzung entfällt die lästige Suche nach Kleingeld sowie der Gang zum Bankautomaten um neues Bargeld abzuheben. Auch ist ein Irrtum bei der Zahlung nicht mehr möglich bzw. sehr unwahrscheinlich.
Die zunehmende Verbreitung der Kreditkarten birgt allerdings auch Risiken. So kann man besonders in den USA beobachten, dass Kreditkarteninhaber oftmals ihren finanziellen Spielraum überschätzen und sich zu stark verschulden. Die Kunden wähnen sich durch die unmittelbare Zahlungsfähigkeit wohlhabender, als sie es in Wirklichkeit sind.
Durch die vermehrte Bereitschaft zum exzessiven Konsum sinkt die Sparquote, was der Volkswirtschaft langfristig schadet. In Branchenkreisen geht man davon aus, dass Barzahler bis zu 50% weniger Geld ausgeben wie Kreditkartenzahler, bei gleicher Vermögenslage.
Die Lösung dieses Problems dürfte vor allem darin liegen, die Verbraucher umfangreicher über den Umgang mit bargeldlosen Zahlungsmitteln zu informieren und damit bereits in der Schule anzufangen.